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Der menschliche GeistYogas citta-vritti-nirodha „Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“ Patanjali,Yoga Sutras 
Da sich Meditation als wesentlicher Teil der yogischen Praxis mit den seelisch geistigen Vorgängen beschäftigt, ist es sinnvoll, sich über die Natur des menschlichen Geistes Klarheit zu verschaffen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das Kapitel 12 des Buches „Der Verstand (engl. The mind)“ von Yogi Bhajan und Gurucharan Singh Khalsa.
Man jeetai jag jeet „Indem du deinen Verstand eroberst, kannst du die Welt erobern.“ Guru Nanak Dev, Siri Guru Granth Sahib Der menschliche Geist (hier verwendet im Sinne von Verstand, Intellekt) weist vier grundsätzliche Charakteristika auf:
der Geist funktioniert in der Regel automatisch der Geist denkt ohne unser Zutun, er überflutet uns in jeder Sekunde mit 1000 erwünschten und unerwünschten, beabsichtigten und unbeabsichtigten Gedanken, Assoziationen, Bildern usw.. Wenn Du diese Charakteristik des Geistes selbst beobachten willst, mache folgende Übung: Übung: schließe Deine Augen und zähle langsam bis 10. Immer, wenn Dir ein Gedanke , ein Bild, ein Gefühl oder sonst ene Regung Deines Geistes bewußt wird, beginne von Neuem. Mache das eine Minute. Sei ehrlich zu Dir selbst und stelle fest, wie weit Du gekommen bist. (Eine Höchstzahl von Drei ist ein ganz normaler Wert). der Geist ist stets in Bewegung Der Geist definiert sich selbst über sein eigenes Funktionieren. Diesen Umstand beschreibt am besten der Satz von Descartes: „Ich denke, also bin ich.“ Im Umkehrschluss bedeutet dies: wenn der Geist still steht, kann er nicht funktionieren. Er wandert ständig ruhelos umher und richtet sich auf die Vergangenheit und die Zukunft, nie oder nur sehr selten jedoch auf die Gegenwart. Der Geist ist wie ein großer Empfänger und Sender. Ständig ist er auf Empfang ausgerichtet für Gedanken und Gefühle aus dem gesamten Universum, ständig sendet er Gedanken und Gefühle ins Universum. Dabei zieht er vermehrt jene Gedanken an, auf deren Frequenz er gerade eingestellt ist. Dies ist der Grund, warum manche Leute sogenannte Glückskinder sind und andere Menschen von einer Katastrophe in die nächste fallen. Im Grunde ist hier das gemeint, was unter dem "Gesetz der Anziehung oder Resonanz (law of attraction)“ verstanden wird der Geist funktioniert am Besten in Bezug auf Kontraste Er ist ständig auf der Suche nach Polaritäten und Kontrasten. Er möchte die Dinge in duale Paare, wie schwarz/weiss, heiss/kalt, schön/hässlich, usw. klassifizieren. Das ist die Stärke des Geistes, aber auch seine größte Schwäche, denn er kann immer nur in eine Richtung denken: schwarz oder weiss, heiß oder kalt. Diese beständige Suche nach Kontrasten und Polaritäten, das Abheben und Vergleichen benötigt der Geist zum Denken. der Geist besteht genauso wie der Körper aus Materie, er ist nur feiner Der Geist ist sowohl eine körperliche Struktur (Gehirnmasse, Nervenzellen), wie auch ein Prozess (ständig entwickelt sich etwas in Form von gedanklichen Konzepten, Gefühlen usw.), wie auch eine Energie (auf feinstofflicher und seelischer Ebene). Es verhält sich wie mit den drei Zuständen von Wasser: Eis, flüssig und Dampf. Jeder dieser drei Zustände hat andere Eigenschaften und ein anderes Aussehen, letztlich kommt es aber nur auf die äusserlichen Umstände und die Sichtweise an, welcher dieser drei Zustände unserer Wahrnehmung gerade zugänglich ist. Der Geist läßt sich aufgrund dieser unterschiedlichen Zustände auch auf unterschiedliche Weise beinflussen: eher grobstofflich durch die Auswahl einer geeigneten Ernährung, durch Atemübungen, durch feinstoffliche Einflüsse, wie Gedanken.
Diese Ausführungen werden in absehbarer Zeit ergänzt durch die Kapitel: - Der Aufbau des menschlichen Geistes - Der Kreislauf des Intellekts
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