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Wussten Sie, dass alles, was wir an Inhalten in einem Gespräch aufnehmen, zu unserer eigenen Kreation, zu unserer eigenen Schöpfung wird? Selten wird so bewusst zugehört, dass das, was ein Gesprächspartner sagt auch genau in dessen Sinne von seinem Zuhörer verstanden wird. Die Kommunikationstheorie drückt diesen Umstand so aus: jede Nachricht eines Senders wird zum Machwerk des Empfängers.
Auf einer mehr oder weniger bewussten Ebene lösen alle äußeren Reize unterschiedliche innere Reaktionen in uns aus. Diese inneren Reaktionen erwachsen einerseits aus der seelischen Gesamtverfassung, in der wir uns gerade befinden und andererseits aus der Art und Weise, wie die Worte und Formulierungen unseres Gegenübers auf uns wirken bzw. wie wir auf der Grundlage unserer seelischen Gesamtverfassung das Gehörte interpretieren. Die Art und Weise, wie die Interpretation des Gehörten ausfällt, entscheidet dann über unsere innere emotionale Reaktion und damit letztlich auch wieder darüber, wie emotional wir auf unseren Gesprächspartner reagieren.
Für den Grad der Bewusstheit unserer Kommunikation ist es dabei sehr entscheidend, wie gut wir folgende innerpsychischen Vorgänge, die für den Aufbau unserer emotionalen Reaktion auf das Gehörte wichtig sind, voneinander trennen können:
Wahrnehmen: Aufnahme durch die Sinnesorgane (z. B. sehen, hören, riechen)
Interpretieren: das Wahrgenommene mit einer Bedeutung versehen. Die Interpretation kann richtig oder falsch sein.
Fühlen: auf das Wahrgenommene und Interpretierte mit einem Gefühl antworten. Über das entstehende Gefühl entscheidet die seelische Gesamtsituation.
Dabei ist eine Differenzierung dieser drei Vorgänge für jeden bewussten Zuhörer wichtig, um Klarheit darüber zu gewinnen, dass die unmittelbare Reaktion auf etwas Gesagtes quasi hausgemacht ist, weil sie hauptsächlich im eigenen Kopf entsteht. Ist der Zuhörer nämlich in der Lage dazu, diese unterschiedlichen Vorgänge zu unterscheiden, gibt ihm dies Raum für selbstverantwortliches Handeln: er hat die Möglichkeit, seine eigenen Anteile zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Yogi Bhajan, der Meister des Kundalini Yoga, hat immer wieder deutlich gemacht, dass eine effektive Kommunikation die Fähigkeit dazu voraussetzt, das Gehörte im Moment des Hörens zu verarbeiten. Nur so werde das Unterbewusstsein daran gehindert, negative oder irrelevante Gedankenassoziationen mit dem Gehörten zu vermischen. Jede zeitliche Verzögerung in der Verarbeitung führe zu einer Veränderung im Verständnis des Gehörten. Einige Gedanken gingen ganz verloren, darüberhinaus ändere sich ständig unsere seelische Gesamtverfassung im Gesprächsverlauf, was einen fortwährenden Einfluss auf unsere Interpretation des Gehörten ausübe.
Das Praktizieren von Naad Yoga entwickelt die Fähigkeit zum sofortigen Verarbeiten des Gehörten und beugt diesen Problemen vor. Das gesamte Bewusstsein beginnt zu hören. Damit kommt es zum sofortigen Verstehen.
Folgende Meditation kann Ihnen auf dem Weg zum sofortigen Verstehen behilflich sein: Stimmen Sie sich wie hier beschrieben ein und setzen Sie sich mit geradem Rücken in den Schneidersitz oder auf einen Stuhl. Beugen Sie die Ellenbogen an den Seiten. Heben Sie die Hände so, dass sie an der Seite ein wenig vor der Schulter sind, die Handflächen zeigen nach vorne. Machen Sie Fäuste, die Daumen liegen auf den Fingern. Strecken Sie Zeige- und Mittelfinger zu einem „V“ aus. Der mentale Fokus liegt auf der Nasenspitze. Der Atem ist lang und tief. Hören Sie dem Mantra „Wahe Guru, Wahe Guru, Wahe Guru, Wahe Jio“ (zu beziehen z.B. unter www.satnam.de) zu und bleiben dabei aufmerksam und bewusst. In dem Moment, wo Ihre Meditation einsetzt, beginnt Ihr Mind (Geist/Verstand) mit Ihnen zu sprechen. Versuchen Sie, darauf zu achten und zu hören, was er sagt. Bleiben Sie unter allen Umständen bei dem, was Ihr Mind sagt, auch wenn es nicht schön ist. Jeder Gedanke, der jetzt aufflackert, kommt aus dem Unterbewusstsein. Hören und verstehen Sie. Dauer: 11- 31 Minuten. In der letzten Minute meditieren Sie weiter aber kreisen und strecken Sie die Wirbelsäule. Viel Spaß beim Üben
Das Sehen gehört zu den wichtigsten Sinnesempfindungen des Menschen. Mit den Augen erkennen und unterscheiden wir Farbe, Form, Lage und die Bewegung innerhalb unserer Umwelt.
Rein wissenschaftlich gesehen verläuft das Sehen nach folgendem Muster: das Licht fällt durch die gebogene Hornhaut und die Linse auf den schwarzen Augenhintergrund, der aus der Netzhaut mit ihren Rezeptorzellen und vier weiteren Zelllagen besteht. Das einfallende Bild wird hier abgebildet und von dort aus in Form elektrischer Signale an das Gehirn weitergeleitet.
Die Augen spiegeln nicht nur unsere Umwelt in unserem Gehirn wider, sondern geben eine ganze Menge an Informationen über unsere Denk- und Verarbeitungsprozesse unseres Geistes preis. Das Gleichnis von den Augen als Spiegel der Seele erfährt in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung. So untersucht z.B. die Blickbewegungsforschung die Zusammenhänge zwischen Augenbewegungen und Verarbeitungsprozessen im Gehirn. Hier gibt es eine große Zahl an Forschungsergebnissen, die in die unterschiedlichsten Richtungen laufen. Anhängern des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) ist schon lange bekannt, dass sich anhand der typischen Augenbewegungen eines Menschen ablesen lässt, wie dieser Informationen verarbeitet, abspeichert und wieder abruft. Charakteristische Augenbewegungen bei Rechtshändern laufen aller Regel nach folgendem Muster ab:
Augen seitlich rechts oder links: Hören
Augen schräg unten rechts: Fühlen
Augen schräg unten links: inneres Selbstgespräch
Augen schräg oben rechts: schöpferisches Nachdenken
Augen schräg oben links: erinnerndes Nachdenken.
Auf diese Art und Weise verrät Ihnen alleine schon die Art der Augenstellung Ihres Gesprächspartners, wo dieser innerlich gerade steht und auf welchem Wahrnehmungskanal Sie dann sinnvollerweise eingehen sollten, um den Zugang zu Ihm zu verbessern.
Eine andere Richtung der Forschung beschäftigt sich mit der therapeutischen Anwendung von bestimmten Augenbewegungen. Hier zu erwähnen ist die EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), die mehr und mehr bedeutung in der Therapie von Traumata-Patienten gewinnt. Alleine das Praktizieren bestimmter Augenbewegungsmuster in Verbindung mit dem gedanklichen Abrufen des auslösenden Erlebnisses löst bei einer Vielzahl der Patienten das Trauma auf.
Auch im Yoga ist die Rolle, die der optische Nerv bei der Beruhigung des Geistes spielt, wohl bekannt. Eine Vielzahl von Meditationen arbeitet mit der Technik der Fixierung der Augen auf einen bestimmten Punkt. Dies bewirkt, dass der sonst so stetige Strom der Gedankenketten unterbrochen wird. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn beide Augen in eine leichte Schrägstellung zueinander gebracht werden, so dass sie ein wenig schielen. Ein für die Zwecke der Meditation perfektes Schielen erreichen Sie dann, wenn Sie Ihre Nasenspitze fixieren. Ihre Augen befinden sich dann in dem bestmöglichen Winkel, um dem inneren Treiben Ihres Geistes Einhalt zu gebieten.
Die Meditation, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, hilft dabei, Phobien, Ängsten und Neurosen aufzulösen. Sie kann innerhalb von nur vierzig Sekunden die Wirkung beunruhigender Gedanken neutralisieren. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist, sich gerade auf einen Stuhl oder in den Schneidersitz zu setzen, sich wie hier beschrieben einzustimmen (Passwort: ky) und folgende zehn Schritte durchzugehen:
Öffnen Sie die Augen nur einen kleinen Spalt breit. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Nasensptize und sagen innerlich „Wahe Guru“ auf diese Art und Weise: bei „Wah“ konzentrieren Sie sich auf das rechte Auge, bei „He“ auf das linke Auge. Bei „Guru“ konzentrieren Sie sich auf die Nasenspitze.
Atmen Sie nun ein und rufen Sie sich das traumatische Erlebnis oder die Sie beunruhigenden Gedanken ins Gedächtnis.
Atmen Sie aus und wiederholen Sie „Wahe Guru“ auf die unter Punkt 1 beschriebene Art und Weise.
Atmen Sie ein und visualisieren und durchleben Sie das traumatische Erlebnis oder die beunruhigenden Gedanken.
Atmen Sie aus und wiederholen Sie „Wahe Guru“ auf die unter Punkt 1 und 3 beschriebene Art und Weise.
Atmen Sie ein und werden Sie zur anderen Person, zu Ihrem Widersacher innerhalb der traumatischen Situation oder des beunruhigenden Gedankens. Wechseln Sie die Rolle und werden Sie der Andere. Erfahren Sie die Situation aus der Perspektive des Anderen.
Atmen Sie aus und wiederholen Sie „Wahe Guru“ auf die unter Punkt 1, 3 und 5 beschriebene Art und Weise.
Atmen Sie ein und vergeben der anderen Person und sich selbst.
Atmen Sie aus und wiederholen Sie „Wahe Guru“ auf die unter Punkt 1, 3, 5 und 7 beschriebene Art und Weise.
Atmen Sie ein und lassen Sie das Ereignis gehen, geben Sie die Energie und Erinnerung daran an das Universum ab.
Bei schweren Traumata und chronischen Angst- und Panikattacken sollten Sie sich an einen entsprechenden Experten wenden, bevor Sie versuchen sich selbst zu behandeln. Jegliche Form der Meditation und spirituellen Praxis kann Ihnen helfen zu gesunden, kann aber auch, falsch angewendet (d.h. nicht unter der Anleitung erfahrener Lehrer), zu größerem Schaden führen. Aus diesem Grunde weise ich Sie explizit darauf hin, dass Sie die hier angeführten Übungen nur alleine machen sollten, wenn Sie keine einschlägige Krankheitsgeschichte haben.
Das Prinzip der Wirkweise des Yoga lässt sich grundsätzlich mit dem Prinzip der Wirkweise eines Radios vergleichen. Ein Radio kann nur die Wellen empfangen, auf deren Frequenzen es eingestellt ist. Je höher der Frequenzbereich der empfangenen Funkwellen, desto brillanter der Klang des Radios. Auch im Yoga gehen wir davon aus, dass unser Geist je nach aktueller Grundeinstellung nur empfänglich für einen bestimmten Frequenzbereich von Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen ist. Ist unser Geist auf die recht niedrige Frequenz von „das Leben ist schrecklich und bringt nur negative Erfahrungen“ eingestellt, empfängt die innere Parabolantenne alle Schwingungen aus dem tiefen Frequenzbereich „schreckliches Leben“ und „negative Erfahrung“ mit allen denkbaren unangenehmen Konsequenzen.
„Glück“, „glückliche Zufälle“, Erfolg und persönliches Wachstum stellen sich in dem Maße ein, wie es uns gelingt, unseren Geist auf die Schwingungsebenen eben dieser Begriffe und Erfahrungen einzustellen. Hierin besteht auch das ganze Geheimnis der sogenannten „Bestellungen beim Universum“.
Solche materiellen Erfolge stellen für einen Yogi jedoch nur Übergangsstadien auf dem langen Weg zum letzten Ziel, der Vereinigung mit dem Göttlichen dar. Die Verschmelzung mit dem Göttlichen kann allerdings nur dann gelingen, wenn die persönliche Frequenz so angehoben ist, dass sie der höchsten Schwingung in diesem Universum sehr nahe kommt. Hierin besteht der Grund, warum man von sehr fortgeschrittenen Yogis immer wieder scheinbar unglaubliche Dinge hört. Dies hat aber nichts mit Magie zu tun, sondern stellt die logische Konsequenz der Anhebung ihrer persönlichen Schwingungsfrequenz in einem solchem Maße dar, wie es für sogenannte normale Menschen kaum vorstellbar ist. Und eben hier liegt der Grund, warum die meisten Menschen in ihrem Leben scheitern: sie können sich nicht vorstellen, ihren Geist auf eine Ebene hin einzuschwingen, die haargenau ihrem Ideal von Glück und Erfolg entspricht.
Was ist also zu tun, um den eigenen Geist so auf die Frequenzbereiche der gesetzten Ziele einzustellen, dass er die erwarteten Ergebnisse empfangen kann? Für einen Yogi ist dies letztlich eine Frage der geeigneten Methodik, also eine Frage der richtigen Anwendung der richtigen Technik zum richtigen Zeitpunkt. Denn das Yoga bietet viele mögliche Ansatzpunkte, um die persönliche Schwingungsfrequenz zu erhöhen: über den Atem, die Sprache und die Stimme, die Ernährung, die Körperhaltung, die Lebensführung und auch über die Konzentration und Meditation.
In den nächsten Wochen werden wir uns an dieser Stelle mit dem Thema beschäftigen, wie Sprache und Stimme auf den menschlichen Geisten wirken und wie man diesen Umstand für sich nutzen kann.
Wir können unseren Geist in eine bestimmte Richtung lenken. Die Meisterung des Selbst setzt voraus, dass man sich von unbewussten Denk- und Verhaltensmustern sowie Gewohnheiten loslöst. Dies erfordert aber harte Arbeit, einen starken Willen und ebenso starke Nerven. Die folgende Meditation entwickelt sowohl Ihre Durchhaltekraft als auch die Möglichkeit, die eigenen Gedanken zu beherrschen und zu regulieren. Sie hilft Ihnen dabei, Ihre selbst gesetzten Ziele zu erreichen.
Setzen Sie sich dazu in eine meditative Haltung in den Schneidersitz oder auf einen Stuhl. Stimmen Sie sich wie hier (PAsswort: KY) beschrieben ein, dann öffnen Sie die Augen einen kleinen Spalt weit und blicken auf die Spitze Ihrer Nase. Strecken Sie nun die Arme gerade nach Vorne. Die Arme befinden sich parallel zum Boden. Die Hände liegen an den Handwurzeln aneinander und die Handflächen sind so nach vorne hin ausgerichtet, dass die Handrücken parallel zum Körper stehen. Es ist fast so, als ob Sie eine vor Ihnen stehende Wand wegdrücken wollten. Nun beginnen Sie monoton und rhythmisch das Mantra:
SAT NAM SAT NAM SAT NAM SAT NAM SAT NAM SAT NAM WAHE GURU
zu singen. Machen Sie dies für 11 Minuten und versuchen Sie diese zugegebenerweise etwas unangenehme Position der Arme beizubehalten. Sinnvoll ist es eine solche Meditation für 40, besser 90 Tage regelmäßig zu üben.
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